C296_6073_1_LAb einer Umgebungslautstärke mit einem Schalldruck von mehr als 80 dB muss Gehörschutz getragen werden. Um den jeweiligen Anforderungen in einer Arbeitssituation zu genügen, eignen sich unterschiedliche Arten des Gehörschutzes.

Nach wie vor entfällt auf Schädigungen des Gehörs ein signifikanter Anteil der Berufskrankheiten und Berufsunfähigkeiten. Gerade wenn über längeren Zeitraum hinweg in einem lauten Umfeld gearbeitet wird, muss ein Gehörschutz getragen werden. Wird darauf verzichtet, droht ein Tinnitus oder sogar Taubheit. Umgekehrt ist es aber auch wichtig, nicht zu starken Gehörschutz zu verwenden. Sicherheitsanweisungen anderer, ein Alarm oder weitere Notfallsignale müssen hörbar bleiben.

Daher sollte der Gehörschutz den Schalldruck gerade so weit reduzieren, dass keine Schädigung des Gehörs droht – ohne damit andere Umgebungsgeräusche vollständig auszublenden. Die Reduzierung des Schalldrucks lässt sich anhand der SNR-Werte eines Gehörschutzes beurteilen. Diese geben an, wie viel Schalldruck absorbiert wird. So sollte bei einem Schalldruck von 95 dB nicht mehr als 20-25 dB Schalldruck absorbiert werden. Zur Bestimmung der geeigneten Schallreduzierung ist es daher wichtig, den Schalldruck unterschiedlicher Schallquellen zu kennen.

Hinzu kommt die Frage, welcher Typus Gehörschutz für das Arbeitsumfeld geeignet ist.

Prinzipiell lässt sich hier zwischen zwei Arten von Gehörschutz unterscheiden: Gehör- oder Ohrstöpsel und Kapselgehörschützer. Bei Gehörstöpseln wird auch meist zwischen Einweg-Ohrstöpsel und höherwertigen Mehrweg-Gehörstöpseln unterschieden. Erstere eignen sich vor allem bei unregelmäßigen, aber länger anhaltenden Lärmbedingungen. Mehrweg-Gehörstöpsel sind überwiegend aus Silikon oder weichem Kunststoff gefertigt und damit robuster als die meist aus Schaumstoff bestehenden Einweg-Ohrstöpsel. Vielfach weisen sie Lamellen auf und lassen sich mit verschiedenen Filtern bestücken, mit denen man den Grad der Lärmreduktion festlegen kann. Gerade dann, wenn eine dauerhafte Lärmexposition besteht, bieten sich solche Gehörschutzstecker an.

Kapselgehörschützer haben den Vorteil, dass sie die Ohrmuschel vollständig umschließen. Bei regelmäßigem, aber nicht dauerhaftem Lärm sind sie die bevorzugte Wahl. Im Gegensatz zu Ohrstöpseln lassen sie sich leicht auf- und wieder absetzen und nur schwer verlieren. Allerdings muss bei Ihnen besonders auf die Verträglichkeit mit anderen Bestandteilen der Schutzausrüstung geachtet werden, bspw. mit Kopfschutz und Helmen.

Einweg-GehörstöpselMehrweg-GehörstöpselKapselgehörschützer
  • Schneller Schutz,leicht zu ersetzen
  • Gute Kombination mit anderer PSA
  • Für dauerhafte Lärmbelästigung
  • Für Gäste und Besucher
  • Gute Kombination mit anderer PSA
  • Für dauerhafte Lärmbelästigung
  • Bequem
  • Flexible Anpassung an Schalldruck möglich (Filter)
  • Schwer zu verlieren
  • Leicht an- und wieder aufzusetzen
  • Für nicht dauerhafte Lärmbelästigung
  • Ohr wird vollständig umschlossen und damit geschützt
  • Leicht zu verlieren
  • Keine Anpassung an Schalldruck möglich
  • Leicht zu verlieren
  • Aufwändiger zu ersetzen
  • Möglicherweise nur unzureichend mit anderer PSA zu kombinieren
  • Überwiegend keine Anpassung an Schalldruck möglich

SETON bietet Ihnen den passenden Gehörschutz und passende Gebotsschilder, die das Tragen von Gehörschutz anmahnen.
» SETON Gehörschutz
» SETON Sicherheitskennzeichnung „Gehörschutz tragen“