Absturzsicherung

Das Arbeiten in der Höhe, ohne sicheren Stand auf dem Boden, kann gefährlich sein, wenn Vorsichtsmaßnahmen nicht beachtet werden. Selbst Arbeiten in wenigen Zentimeter Höhe können schwere Verletzungen verursachen. Insbesondere aber bei Arbeiten auf Leitern oder Gerüsten müssen diese so gestaltet werden, dass das Risiko für die Arbeitnehmer minimiert wird.

Europaweit kommt es zu nahezu 500.000 Unfällen pro Jahr bei Arbeiten in der Höhe. Fast 40.000 dieser Unfälle führen zu Verletzungen mit dauerhafter Arbeitsunfähigkeit und 1.000 Unfälle haben sogar den Tod des Arbeitnehmers zur Folge. Insbesondere im Baubereich kommt es immer wieder zu schweren und tödlichen Unfällen.

Wenn Sie zehn Dinge beachten, können Sie Unfälle vermeiden:

  1. Verschaffen Sie sich einen Überblick über alle Arbeiten in Ihrem Unternehmen, die auf Leitern, Gerüsten oder in irgendeiner Weise ohne direkten Kontakt zum Boden stattfinden.
  2. Veranlassen Sie eine Gefährdungsbeurteilung dieser Tätigkeiten, insb. hinsichtlich
    • der Gefahren für die Arbeitnehmer selbst
    • sekundärer Gefahren für andere Mitarbeiter durch herabfallende Gegenstände oder ähnliches.
  3. Versuchen Sie Arbeiten in der Höhe so weit wie möglich zu vermeiden.
  4. Wenn dies nicht möglich ist, machen Sie eine vollständige Gefährdungsbeurteilung der Arbeiten.
  5. Entwickeln Sie in Zusammenarbeit mit Berufsgenossenschaften, Arbeitnehmern und Behörden Sicherheits- und Kontrollmaßnahmen, die die Gefahren minimieren.
  6. Sorgen Sie dafür, dass diese Maßnahmen auch befolgt werden.
  7. Dokumentieren Sie sowohl Maßnahmen als auch entsprechende Tätigkeiten. Legen Sie dazu insbesondere Checklisten und Musterprotokolle an und lassen Sie diese befolgen.
  8. Archivieren Sie diese Protokolle und Checklisten, um ggf. Probleme nachvollziehen zu können.
  9. Bewerten Sie in regelmäßigen Abständen die Gefahren neu und erneuern Sie die Gefährdungsbeurteilung. Tun Sie dies auch nach Unfällen oder bei der Einarbeitung neuer Arbeitnehmer.
  10. Schulen Sie Arbeitnehmer regelmäßig und vermitteln Sie die von Ihnen festgelegten Maßnahmen und Dokumentationsstandards.

Insbesondere der letzte Punkt ist wichtig: Es gehört nicht nur zu den Aufgaben eines Unternehmens, Arbeitnehmer für die Gefahren von Arbeiten in der Höhe zu sensibilisieren. Ebenso müssen die Arbeitnehmer regelmäßig in sicherheitsgemäßem Verhalten geschult werden und entsprechende Ausrüstung zur Verfügung gestellt bekommen. Als Arbeitgeber oder Sicherheitsverantwortlicher sollten Sie auch gewährleisten, dass persönliche Schutzausrüstung (PSA) wie Absturzsicherung, Sicherheitsgurte, Karabiner, aber auch Helme  und Ähnliches genutzt wird. Damit sorgen Sie für eine deutliche Reduzierung von Unfällen.

» SETON persönliche Schutzausrüstung (PSA)

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